Kopfschmerzen: wirkliche Notfälle herausfiltern

Migräne und andere primäre Kopfschmerzarten sind zwar häufig, doch sekundäre Kopfschmerzen können auf ernsthafte gesundheitliche Probleme hinweisen. Erfahren Sie, wie Sie Warnsignale – red flags – erkennen und schnell handeln können.

Primäre Kopfschmerzen wie Migräne sind weit verbreitet und betreffen einen Großteil der Kopfschmerzpatientinnen und -patienten in der Notfallmedizin. Laut einer Studie von Dr. med. Florian Rimmele mit dem Rockstocker Kopfschmerzteam hatten 40 % der Patientinnen und Patienten, die sich mit Kopfschmerzen in der Notfallambulanz vorstellten, einen primären Kopfschmerz. 73 % davon waren von Migräne betroffen.

Doch nicht alle Kopfschmerzen sind gleich. Patientinnen und Patienten mit primären Kopfschmerzen, wie Migräneattacken bzw. Status migraenosus oder Clusterkopfschmerzen, kann mit einer leitliniengerechten Behandlung schon gut geholfen werden. Doch ebenso können sekundäre Kopfschmerzen die Symptome einer zugrunde liegenden Erkrankung und somit potenziell lebensbedrohlich sein. Um sekundäre Kopfschmerzen zu erkennen und angemessen zu behandeln, sind eine gezielte Anamnese, eine sorgfältige neurologische Untersuchung und weitere diagnostische Maßnahmen notwendig.


Quelle: Rimmele (2023). Wirkliche Notfälle herausfiltern in DerPrivatarzt. Jhg 14, Ausgabe 5.

Lesen Sie die konkreten Warnsymptome (red flags) für einen sekundären Kopfschmerz und den vollständigen Artikel aus DerPrivatarzt. Mehr praxisrelevantes Wissen finden Fachkreise online im Migräne- und Kopfschmerz-Guide unter www.mk-guide.org, einem Projekt der DMKG-Initiative „Attacke! Gemeinsam gegen Kopfschmerzen“.