Neue Zweifachformel gegen Scheidentrockenheit

Vor allem in den Wechseljahren leiden viele Frauen unter einer trockenen Vaginalschleimhaut. Doch nicht wenige scheuen vor hormonbasierten Therapien zurück. Für sie gibt es jetzt eine wirksame Alternative auf natürlicher Basis.

Die vaginale Atrophie oder atrophische Vaginitis wird seit einiger Zeit unter dem 2014 neu definierten Begriff „genitourinary syndrome of the menopause“ (GSM) subsumiert.1 GSM ist ein Symptomkomplex, der sowohl Vulva und Vagina als auch die unteren harnableitenden Wege umfasst. Er tritt hauptsächlich in den Wechseljahren auf, kann jedoch auch jüngere Frauen während der Stillzeit oder nach einer antineoplastischen Therapie betreffen.

Dünne, atrophische Vaginalschleimhaut

Bedingt durch einen Östrogenmangel kommt es dabei zu strukturellen Veränderungen im Urogenitaltrakt. Das Epithel der Vaginalschleimhaut wird atrophisch, dünnt aus und reagiert sensibler auf Reizungen. Im Zuge dieser Umstrukturierung verlieren die Vaginalwände an Elastizität, die vaginalen Rugae verstreichen und der pH-Wert in der Scheide steigt auf > 5.1,2

Die Folgen der Schleimhautveränderungen sind für die betroffenen Frauen oft unmittelbar zu spüren. Zu den häufigsten und oft sehr störenden Symptomen gehören:2

Darüber hinaus können Harnwegssymptome wie Brennen beim Wasserlassen, Harninkontinenz und wiederkehrende Harnwegsinfektionen auftreten.


Abb. 1: 65-jährige Patientin mit Atrophie und „beißenden Schmerzen“. In der Gramfärbung sind neben den unreifen Epithelzellen vermehrt Granulozyten und viele Schleimfäden zu sehen (a). Die ausgedünnte Haut im Vestibulum erscheint gerötet, die Gefäße schimmern stärker durch (b).3

Scheidentrockenheit ist häufig und belastend

Über die Hälfte der postmenopausalen Frauen leidet unter Symptomen von GSM, wobei die Scheidentrockenheit mit bis zu über 90 % besonders häufig ist.4 Für den Alltag und die Lebensqualität der Betroffenen bedeutet das erhebliche Einbußen, vor allem, wenn sie sexuell aktiv sind. Im Gegensatz zu vasomotorischen Symptomen, die im Lauf der Wechseljahre tendenziell milder werden, klingen vulvovaginale Beschwerden selten spontan ab und können sich unbehandelt sogar verschlimmern. Emotionales Wohlbefinden, Selbstwertgefühl und Körperbild werden dadurch oftmals negativ beeinflusst.5

Stimmen von Betroffenen

In Internetforen tauschen sich viele Frauen offen über ihre Beschwerden aus.

Eine Userin schreibt: „Hallo zusammen, ich bin 53 Jahre und mitten in den Wechseljahren. Ich hatte mich gefreut, wenn die Blutungen endlich aufhören. Ich wusste, dass es da wohl so was wie Hitzewallungen gibt. Was mich aber wirklich sehr plagt, ist die Scheidentrockenheit. Ich hatte immer großen Spaß am Sex. Jetzt habe ich dabei vor allem Schmerzen. War's das jetzt? Wird das noch mal besser? Eine Hormontherapie möchte ich vermeiden.“

Eine andere Frau lässt ihrem Frust freien Lauf: „Am Anfang war es bei mir mal besser, mal schlechter, aber jetzt mit 56 ist es einfach nur noch trocken. Ich finde das so traurig, dass man da als Frau jetzt auch noch geärgert wird! Ich habe alles immer sehr genossen, und ohne Sex bin ich auch sehr schnell total unausgeglichen. Mich macht das alles sehr wütend, nicht zuletzt, weil es auch ein Lustkiller ist. Für die ganze Beziehung ist das nicht gerade förderlich.“

Vaginale Atrophie: tabuisiert und unterdiagnostiziert

Doch trotz der weiten Verbreitung und des massiven Leidensdrucks bleibt eine vaginale Atrophie oft unentdeckt und unbehandelt. Das liegt zum einen daran, dass viele Frauen das Thema in der gynäkologischen Praxis schambedingt nicht von sich aus ansprechen und umgekehrt auch Ärztinnen und Ärzte selten gezielt danach fragen. Zum anderen haben viele Frauen Vorbehalte gegenüber einer hormonellen Therapie oder Kontraindikationen für die Verwendung von Östrogenen.

Was oft nicht bekannt ist: Es gibt auch hormonfreie Alternativen. Laut S3-Leitlinie „Peri- und Postmenopause – Diagnostik und Interventionen“ wird die Anwendung von Befeuchtungs- und Gleitmitteln bei Frauen mit symptomatischer urogenitaler Atrophie primär empfohlen.6 Sie können zusammen mit vaginalen Östrogenen, aber auch allein aufgetragen werden. Zeitlich sind der Applikation keine Grenzen gesetzt, die Mittel können „so lange wie erforderlich angewendet werden“6.

Kein Unterschied zwischen Östrogentabletten und hormonfreien Substanzen

Denn, obwohl die Veränderungen der Schleimhaut zwar hauptsächlich auf den Hormonmangel zurückzuführen sind, gelingt deren Regeneration auch mit anderen Mitteln. Eine Studie hat gezeigt, dass dabei kein signifikanter Unterschied zwischen vaginaler Östrogentablette (10 µg) plus Placebo-Gel, vaginaler Placebotablette plus speziellem Vaginalgleitmittel sowie vaginaler Placebotablette plus Placebo-Gel besteht.7 Beschwerden wie Juckreiz, Schmerzen, Trockenheit, Irritation oder Schmerzen bei der Penetration wurden durch jede Form der Behandlung gelindert. In den Leitlinien wird daher empfohlen, die Frauen „ihrer Vorliebe entsprechend“6 zu behandeln.

Die Hauptprobleme bei vaginaler Atrophie, auf die ein Großteil der Beschwerden zurückgehen, sind:

  1. Trockenheit der Schleimhäute
  2. ein erhöhter ph-Wert

Diese beiden Faktoren adressiert eine neue Wirkstoffkombination aus Hyaluronsäure und Milchsäure (Arifem® hydro 2in1 Vaginalgel).

Befeuchtung und Regeneration der Vaginalflora in einem

Hyaluronsäure gehört zu den stärksten hygroskopischen Molekülen in der Natur.8 Durch ihre wasserbindenden Eigenschaften hält sie die vaginale Schleimhaut anhaltend feucht. Laktobazillen bestimmen maßgeblich über die gesunde Besiedelung der Vagina und halten fakultativ pathogene Bakterien fern, indem sie über die Produktion von Milchsäure, welche auch in Arifem® hydro enthalten ist, für ein saures Milieu sorgen.

Die 2in1-Kombination ist bislang einzigartig und vereint eine symptomatische Behandlung (feuchtigkeitsspendend) mit einer Optimierung des pH-Werts auf 3,8–4,5, wodurch die physiologische Vaginalflora gefördert wird. Beschwerden wie Juckreiz, Brennen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr werden dadurch effektiv gelindert.

Im Gegensatz zu anderen Produkten ist Arifem® hydro frei von Benzylalkohol, Parabenen und Paraffin und zählt zu den Medizinprodukten. Es eignet sich zum Auftragen im äußeren Genitalbereich wie auch zum Einführen in die Vagina. Außerdem kann es sowohl akut zur Linderung der Symptome als auch langfristig zur Vorbeugung angewendet werden.


Abb. 2: Inhaltsstoffe von Arifem® hydro. Das Produkt ist frei von Duft- und Farbstoffen wie Parabeben.

Einfache Anwendung ohne zeitliche Limitierung

Die Applikation des farblosen Vaginalgels ist einfach. Bei Beschwerden im Scheideneingang und im äußeren Intimbereich wird eine kleine Menge je nach Bedarf, auch mehrmals täglich aufgetragen. Die Anwendung in der Scheide sollte einmal täglich, vorzugsweise abends vor dem Zubettgehen, erfolgen.

Bei akuten Symptomen sollte eine tägliche Anwendung über 7 bis maximal 10 Tage erfolgen. Nach dem Abklingen der Symptome genügt zur Aufrechterhaltung der Befeuchtung eine Anwendung jeden dritten Tag bzw. bei Bedarf.

Vorteile von Arifem® hydro 2in1 Vaginalgel auf einen Blick:

Quellen

  1. Portman DJ et al. Genitourinary syndrome of menopause: new terminology for vulvovaginal atrophy from the International Society for the Study of Women's Sexual Health and the North American Menopause Society. Menopause 2014; 10: 1063–8.
  2. Angelou K et al. The Genitourinary Syndrome of Menopause: An Overview of the Recent Data. Cureus 2020; 12(4): e7586.
  3. Petersen EE. Postmenopausale Beschwerden. Vulvovaginale Atrophie und ihre Folgen. gynäkologie + geburtshilfe 2014; 19(SH1): 28-33.
  4. Moral E et al. Genitourinary syndrome of menopause. Prevalence and quality of life in Spanish postmenopausal women. Climacteric 2018; 21: 167–173.
  5. Palacios S et al. The European Vulvovaginal Epidemiological Survey: prevalence, symptoms and impact of vulvovaginal atrophy of menopause. Climacteric 2018; 21: 286–91.
  6. Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe: S3-Leitlinie Peri- und Postmenopause – Diagnostik und Interventionen. AWMF-Register-Nr. 015-062, Januar 2020.
  7. Mitchell CM et al. Efficacy of Vaginal Estradiol or Vaginal Moisturizer vs Placebo for Treating Postmenopausal Vulvovaginal Symptoms: A Randomized Clinical Trial. JAMA Intern Med 2018; 178(5): 681-690.
  8. Friedel T. Physiologie und Pathophysiologie des Haut- und Narbengewebes. Akademie für Handrehabilitation, Bad Pyrmont, 2002.