Mit jeder Kopfbewegung verändert sich das Abbild unserer Umgebung, das die Augen erreicht. Damit wir unsere Umwelt dennoch als stabil wahrnehmen, muss das Gehirn diese visuelle Information mit der Bewegung des Kopfes verrechnen.
Bei Krankheiten wie der Amyotrophen Lateralsklerose (ALS) sind wichtige Transportprozesse in den Nervenzellen gestört. Würzburger Forscher haben jetzt zentrale Akteure in diesem Geschehen identifiziert.
Am 8. Januar 2018 hat Adamas Pharmaceuticals, Inc. die Markteinführung des Präparates GOCOVRI™ (Amantadin) Retard-Kapseln bekanntgegeben. Das bereits im August 2017 von der US-Gesundheitsbehörde zugelassene Medikament wird zur Behandlung Levodopa-induzierter Dyskinesien bei Parkinson eingesetzt.
Das Bioscience Center und ArunA Biomedical haben eine neue Behandlung für Schlaganfälle entwickelt. Diese reduzierte Hirnschäden und beschleunigte den natürlichen Heilungsprozess des Gehirns bei Tiermodellen. Die Ergebnisse wurden in dem Journal Translational Stroke Research veröffentlicht.
Die regelmäßige Gabe von intravenösen Immunglobulinen hilft bei einer wiederkehrenden entzündlichen Erkrankung der weißen Substanz im Gehirn von Kindern, so das Forschungsergebnis einer Forschergruppe mit Beteiligung der Universität Witten/Herdecke, die im Journal of the American Medical Association veröffentlicht wurde.
Das Unternehmen Roche hat Mitte Januar von der EU-Kommission die Zulassung für Ocrelizumab zur Therapie bei schubförmig remittierender Multipler Sklerose (RRMS) und bei primär progredienter Multipler Sklerose (PPMS) im Frühstadium erhalten.
Zum ersten Mal konnten Wissenschaftler der Universität Zürich über Monate beobachten, wie sich Stammzellen im erwachsenen Gehirn teilen und neue Nervenzellen heranwachsen. Ihre Studie liefert damit neue Einsichten in der Stammzellforschung.
Prof. Dr. Dr. Andreas Straube von der Ludwig-Maximilian-Universität München erklärt, warum die Wirkung der neuen Substanzklasse der monoklonalen Antikörper gegen CGRP, bzw. den CGRP-Rezeptor zu einem ganz neuen Verständnis der Migränepathophysiologie führen wird.
Wissenschaftler des Exzellenzclusters NeuroCure an der Charité Berlin konnten in einer Pilotstudie zeigen, dass eine Behandlung mit transkranieller Magnetstimulation die Symptome der Fatigue, eines chronischen Erschöpfungszustandes, bei Patienten mit Multipler Sklerose deutlich reduziert.
Eine wachsende Anzahl von Studien belegen, dass Parkinson in die Liste der Erkrankungen aufgenommen werden sollte, die mit Vitamin-D-Mangel einhergehen. In einer Prävalenzstudie wies die Mehrheit der Parkinson-Patienten erniedrigte Vitamin-D-Serumkonzentrationen auf.
Nervenzellen in der Haut helfen beim Wunden heilen. Gliazellen verändern sich bei einer Verletzung in Reparaturzellen und schwärmen in die Wunde. Dort fördern sie die Regeneration der Haut, wie Forscher der Universität Zürich zeigen konnten.
Können konventionelle Rheuma-Medikamente das Risiko einer Demenzerkrankung bei Patienten mit rheumatoider Arthritis halbieren? Daten einer großen Kohortenstudie deuten darauf hin und bescheinigen insbesondere Methotrexat ein ausgeprägtes protektives Potenzial.
Wissenschaftlern ist es gelungen, mittels einer minimalinvasiven Hautbiopsie die Parkinson-Erkrankung nachzuweisen – und zwar Jahre bevor der Patient sichtbar daran erkrankt. Ein möglicher Meilenstein in der Diagnostik und vor allem auch im Hinblick auf die präsymptomatische Parkinson-Therapie.
Für die medikamentöse Behandlung der Multiplen Sklerose hat ein internationales Expertenteam 20 Richtlinien zusammengestellt. Sie machen Chancen und Risiken, mit denen diese Substanzen verbunden sind, transparent und sollen dabei unterstützen, die passende Arznei für den jeweiligen Fall auszuwählen.