NOACs werden von der ESC-Leitlinie als primäre Wahl für Patienten mit oraler Antikoagulation empfohlen. Sie bieten im Vergleich mit dem bisherigen Standard Warfarin große Vorteile in der Schlaganfall-Prophylaxe, wie randomisierte klinische Studien (RCT) zeigten.
Patienten mit Vorhofflimmern bekommen standardmäßig eine Antikoagulationstherapie. Diese wird bei gleichzeitigem Vorliegen eines akuten Koronarsyndroms durch eine duale Plättchenhemmung ergänzt. Die Hauptsorge von Arzt und Patient ist dabei das Risiko schwerer Blutungsereignisse.
Die neue US-Leitlinie definiert einen am Tage gemessenen Blutdruck von 130/80 mm Hg bereits als Hypertonie. Muss die Hypertonie nun auch in Europa neu definiert werden? – Eine spannende, doch möglicherweise unnötige Debatte beim ESC in München.
Vorhofflimmern (VHF) wird bei vielen Patienten noch immer zufällig oder erst nach einem Schlaganfall entdeckt. Die Diagnose ist ein wichtiger Ausgangspunkt für die Risikoreduktion beim Schlaganfall.
Ob Aspirin eingesetzt werden sollte, um ein kardiovaskuläres Ereignis zu verhindern, bleibt ungewiss. Aktuelle Studien zeigen: Die absoluten Vorteile der Vermeidung schwerer Gefäßereignisse werden durch das erhöhte Blutungsrisiko weitgehend ausgeglichen.
Das Vorhofflimmern ist einer der Hauptrisikofaktoren für den Schlaganfall. Über lange Zeit waren Vitamin-K-Antagonisten wie das Warfarin, die Mittel der Wahl in der Antikoagulationstherapie bei VHF. Heutzutage empfiehlt die ESC-Leitlinie jedoch neue orale Antikoagulanzien (NOAC) für Patienten mit VHF.
Prof. Freek W. A. Verheugt im Interview auf dem ESC 2018 über den Einfluss des mentalen Status auf den Behandlungserfolg von älteren Kardiologiepatienten.
Louise Bowman im Interview auf dem ESC 2018 über die Notwendigkeit einer Neufassung der Leitlinienenempfehlungen zur Supplementierung von Omega-3-Fettsäuren.
Bisher hat kein pharmakologisches Mittel zur Unterstützung der Gewichtsabnahme die kardiovaskuläre Sicherheit in einer rigorosen klinischen Studie überzeugend gezeigt, so Erin A. Bohula May im esanum Interview auf dem ESC 2018.
Viele Hausärzte kennen das Problem: Nach der Verschreibung eines Statins aufgrund zu hoher LDL-Cholesterinwerte klagen Patienten nicht selten über Muskelschmerzen, Krämpfe und Muskelschwäche. Schätzungsweise kommen statininduzierte Myalgien bei ca. 10 Prozent der behandelten Patienten vor.
Von 25.- bis 29. August 2018 werden in München auf dem Europäischen Kardiologiekongress 31.000 Teilnehmer aus 150 Ländern erwartet, was den Kongress der European Society of Cardiology (ESC) zu einem der weltweit größten Medizinkongresse macht.
Arterielle Hypertonie gilt als häufigster kardiovaskulärer Risikofaktor – jeder zweite Erwachsene ist betroffen. Ideal wäre, wenn jeder Patient mit Verdacht auf Bluthochdruck eine 24-Stunden-Messung erhielte.
Herz-Kreislauferkrankungen bleiben die Todesursache Nummer eins. Rund 40 Prozent der Menschen sterben daran - und die Zahlen steigen wieder leicht. Unterschätzt wird gelegentliches Herzrasen: Vorhofflimmern ist eine Volkskrankheit. Apps können manchmal wichtige Daten liefern.
Neue Maßnahmen zur Verstärkung der bestehenden Beschränkungen aufgrund eines erhöhten Risikos von Nierenfunktionsstörungen und tödlichen Verläufen bei kritisch kranken oder septischen Patienten.