Auf dem Abendsymposium "Update Neurodegenerative Demenzen" am 4. November des diesjährigen DGN gab der Kieler Experte Prof. Dr. med. Thorsten Bartsch einen Überblick zum Status-Quo in der Alzheimer Diagnostik und Therapie. Neues steht vor allem bei den Biomarker-Tests und bei den krankheitsmodifizierenden Wirkstoffen an.
Kleine Sequenz, große Wirkung: Nusinersen zur Behandlung der 5q-assoziierten spinalen Muskelatrophie – so war eine Session beim virtuellen DGN-Kongress überschrieben. Prof. Dr. Tim Hagenacker und Prof. Dr. Maggie Walter stellten hierzu die neue Real World-Evidenz dar.
Auf ihrem diesjährigen virtuellen DGN-Kongress zeigte die Neurologie, dass sie nicht nur in der Forschung zu COVID-19 und Schlaganfällen die Nase vorn hat. Überdies untersuchen die MedizinerInnen neue Mittel und Wege, um Formen schwer behandelbarer Epilepsie zukünftig therapieren zu können.
Autophagie scheint die Nervenzellen im Gehirn aus ganz anderen Gründen zu schützen als bislang angenommen. Wurde sie über einen genetischen Trick ausgeschaltet, wurden statt Proteinablagerungen erhöhte Mengen des Endoplasmatischen Retikulums gefunden.
Die Sturzgefahr in der Rehabilitationsphase nach Schlaganfällen ist ein wichtiges Thema, zu dem es bisher leider nur wenig Daten gibt. Eine kleine aktuelle Studie zeigt unerwartete Ergebnisse zur Mobilisierung in der subakuten Phase nach Schlaganfällen.
Ein spezielles medizinisches Nahrungsmittel kann den Verlauf einer Alzheimer-Erkrankung im frühen Stadium verzögern. In einer Studie erhielten Versuchspersonen drei Jahre lang ein Mittel, durch das ihre geistige Leistungsfähigkeit langsamer abnahm.
Myositiden gehören zu den entzündlichen Erkrankungen der Skelettmuskulatur. Diese können idiopathisch oder – deutlich weniger bekannt – medikamentenassoziiert auftreten. Unbehandelt sind schwere, irreversible bis hin zu fatalen Verläufen möglich.
Der 93. DGN-Kongress - erstmals als digitale Veranstaltung. Alles ist neu – läuft aber aus Sicht der Veranstalter richtig gut. Im esanum-Podcast berichtet der Leiter Projekte & Administration der Deutschen Gesellschaft für Neurologie, David Friedrich-Schmidt, als Verantwortlicher für den DGN-Kongress über seine Eindrücke
Vergrößerte Ventrikel im Gehirn von MS-PatientInnen gelten als Zeichen für Gewebeschwund. Ein Team am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz Gemeinschaft und dem Experimental and Clinical Research Center zeigt, dass die Schwellung oft zurückgeht.
Bei der exakten Definition eines schweren ischämischen Schlaganfalls herrscht Uneinigkeit in der Literatur, nicht jedoch bei der Tatsache, dass es sich bei diesem Krankheitsbild um eine große Herausforderung für alle Beteiligten handelt, die ein rasches und individuelles Handeln erfordert.
Im Gehirn wird die zeitliche Struktur von Sprache mit ihrer schnellen Abfolge von Lauten und Pausen und dem charakteristischen Rhythmus durch elektrische Impulse kodiert. Nervenzellen können die zeitliche Abfolge akustischer Signale nur dann verarbeiten, wenn sie mit bestimmten Gliazellen zusammenarbeiten.
Beim zerebralen Kavernom entstehen Läsionen in einem Cluster von Blutgefäßen im Gehirn, Rückenmark oder der Netzhaut. Forschende der Universität Uppsala können nun auf molekularer Ebene aufweisen, dass diese Veränderungen ihren Ursprung in Venenzellen haben.
Eine Anfang Oktober in "Neurology" publizierte Studie erhob prospektiv die Prävalenz neurologischer Begleiterscheinungen bei hospitalisierten COVID-19-Patientinnen und -Patienten. Alarmierend war, was schwere neurologische Begleiterkrankungen für das Outcome der Betroffenen bedeuteten.
Ärztinnen und Ärzte des Universitätsklinikums München konnten in einer Studie zeigen, dass vulnerable nicht-stenosierende Plaques in der Halsschlagader eine wichtige Schlaganfallursache sind.