Beim Muskuloskelettalen Arbeitskreis Hämophilie kamen die Koryphäen des Fachgebiets zusammen, um für die Leitlinie "Synovitis bei Hämophilie" herauszuarbeiten, wie man der chronischen Synovitis erfolgreich vorbeugt und dafür sorgt, dass die Patienten frühzeitig versorgt werden. Für die zur Prävention notwendige Prophylaxe ist vor allem die Bestimmung des Talspiegels, sowie die Patientenadhärenz relevant.
Trotz Fortschritten in der Versorgung von Krebspatienten bleibt eine eigentlich immer verfügbare, umsetzbare und kosteneffektive Strategie zur Maximierung des Therapieerfolges bislang zu oft vernachlässigt: Rauchstopp.
In der Nachmittagssession "Haemophilia adults" auf dem diesjährigen GTH wurden Ergebnisse aus der randomisierten Prophylaxe-Phase-III-PROPEL Studie präsentiert.
Im Rahmen der 63. Jahrestagung der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung e.V. (GTH) in Berlin fand traditionell auch in diesem Jahr das berufspolitische Symposium des Berufsverbandes der Deutschen Hämostaseologen e.V. (BDDH) statt. Der öffentliche Teil der Sitzung stand unter dem Titel "Ein Jahr Behandlungsvertrag".
Kinder mit Blutungen und äußeren Verletzungen – ist es ein Unfall, ein Fall von Hämophilie oder sogar eine Kindeswohlgefährdung? Was tun, wenn sich der Verdacht auf eine Gewalteinwirkung während der Untersuchung erhärtet?
Mit dem Verkauf des Mittels "Rerum" verdiente ein Geschäftsmann aus dem mittelfränkischen Altdorf Millionen. Für viele seiner Kunden mit Krebs war das nicht zugelassene Medikament die letzte Hoffnung. Die Staatsanwaltschaft sieht in dem Verkauf eine Straftat.
Sollten wir "indolente" Tumoren anders nennen, um Ängste und Schäden durch unnötig invasive Abklärungen und Therapien zu senken?
Glyphosat wird weltweit am häufigsten als Herbizid eingesetzt. Eine neue Metaanalyse befeuert nun erneut die Zweifel, dass es wirklich ungefährlich ist. Menschen, die sich sehr hohen Konzentrationen von Glyphosat aussetzten, hatten ein bis zu 41% höheres Risiko, an einem Non-Hodgkin-Lymphom zu erkranken.
Der ASCO-GU 2019 brachte spannende neue Ergebnisse zum Nierenzellkarzinom: Die Kombination aus Pembrolizumab und Axitinib sorgte bei PatientInnen mit nicht vorbehandeltem mRCC für ein längeres Gesamtüberleben sowie progressionsfreies Überleben bei hoher Ansprechrate.
Männer und Frauen sind verschieden. Das bringt ja bereits die Genetik der Geschlechter so mit sich. Doch sind diese Unterschiede sehr wahrscheinlich auch therapeutisch von Bedeutung. Gerade im Bereich der Tumormedizin hängen Risiken und Chancen offensichtlich vom jeweiligen Geschlecht ab.
Nach 13 Jahren gibt es nun einen ersten Fortschritt in der Chemotherapie des Glioblastoms, an dem deutschlandweit jährlich rund 2.500 PatientInnen neu erkranken. Bei etwa einem Drittel dieser PatientInnen liegt eine Form vor, die besonders gut auf Chemotherapie anspricht.
Die Bladder Cancer Epidemiology and Nutritional Determinants (BLEND)-Studie ist die bisher einzige große Kohortenstudie, die sich mit dem Einfluss einer mediterranen Ernährung auf das Blasenkrebsrisiko beschäftigt. Im Ergebnis zeigte sich nun, dass mit mediterraner Kost weniger Blasenkarzinome auftraten.
CAR-T-Zellen feiern seit dem vergangenen Jahr eine Erfolgsgeschichte in der Behandlung von verschiedenen Leukämien und Lymphomen. Bei soliden Tumorerkrankungen versagten sie jedoch bisher, da die T-Zellen den Mantel aus Makrophagen nicht zu durchdringen vermögen. Dies könnte sich nun jedoch ändern.
Der Mainzer Krebsforscher Ugur Sahin hält Krebsleiden künftig durchaus für besiegbar. "Unmöglich ist das nicht", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Sahin ist einer der wissenschaftlichen Direktoren des neuen Helmholtz-Instituts "Hi-Tron" in Mainz, das am Donnerstag offiziell gegründet wird.