Bio-Informatik und Systembiologie liefern Unmengen an Daten, die Entscheidungen für die individuell zutreffende Therapie mehr und mehr beeinflussen. Prof. Dr. Ulrich Jäger von der Medizinischen Universität Wien sieht darin eine große Chance, wie er im Interview erklärt.
Sowohl Inzidenz als auch Mortalität bei Lungenkrebs nehmen weiter zu. Für steigende Fallzahlen sorgen insbesondere junge Frauen. Darüber und wie Lungenkrebs im Stadium III aktuell besser therapiert werden kann, sprach esanum mit Dr. Wilfried Eberhardt von der Universitätsklinik Essen.
Macht Armut krebskrank oder macht Krebs arm? Beides, sagt Prof. Dr. Stefan Dietsche von der Hamburger Fernhochschule, der die berufliche und wirtschaftliche Situation von Krebspatienten untersucht. Im Interview erklärt er die Zusammenhänge.
Der Schutz der Jungen vor Genitalwarzen und einigen Krebsarten, wie z. B. Anal- und Peniskarzinom, erfordert eine engagierte Aufklärungsarbeit seitens der Urologen bereits im Schulalter.
Bei herkömmlichen Chemotherapien greifen die Wirkstoffe die Tumorzellen an. Bei der Checkpoint-Therapie wird das Immunsystem der Patienten auf die Krebszellen losgelassen. Zwei Mediziner werden für die Entwicklung des Konzepts mit dem Medizin-Nobelpreis gewürdigt.
Ein gutes Safety-Management bedarf einer intensiven Vorbereitung und für jeden Mitarbeiter im Notfall einsehbarer Checklisten.
Die fokale Therapie ist derzeit eines der am stärksten diskutierten Themen in der Urologie. Mit ihr verbinden sich Hoffnungen und Innovationen, jedoch gibt es für ihr noch "wundersames" Wirken beim Prostatakarzinom derzeit keine belastbaren Studien. Die Methode gilt deshalb als höchst experimenteller Ansatz.
Wie ein Mensch mit der Diagnose Krebs umgeht, hängt von vielen bio-psycho-sozialen Faktoren ab. Ist der Prozess der Krankheitsverarbeitung gestört, kommt es zu Angst, Aggressionen und Depressionen. Eine Nachbeobachtung und ständige Begleitung der Tumorpatienten ist daher außerordentlich wichtig.
Die benigne Prostatahyperplasie (BPH) überschneidet sich symptomatisch sehr häufig mit LUTS und Blasenauslass-Obstruktion (BOO), kann aber auch für sich genommen völlig symptomlos sein. Eine große Prostata allein ist daher noch kein therapieauslösender Befund.
Bisher gab es wenige klare Empfehlungen für die Therapie von Patienten mit Hodentumoren. Die neue Leitlinie Hodentumor auf dem Niveau S3 gibt nun evidenzbasierte oder im Expertenkonsens gefundene Handlungsanweisungen, um die Patientenversorgung nachhaltig zu verbessern.
Keynote-Referent Professor Ashfaq A. Marghoob fasst im Interview die wichtigsten Botschaften aus seiner Rede der Plenarsession "Neue Ansätze beim Melanom" zusammen.
Das Verhältnis von Ärzten zum Internet kann in Bezug auf selbstrecherchierende Patienten wohl zu Recht als zwiespältig beschrieben werden. Ein kürzlich veröffentlichter Review-Artikel erkannte Potenzial für eine intensivierte Arzt-Patienten-Bindung und verstärktes Engagement der Patienten bei Entscheidungsfindungen, wenn diese sich über ihre Erkrankung im Internet informierten.
Ein endoskopisches Screening auf Magenkrebs könnte die Sterblichkeit an der Erkrankung um bis zu 40% verringern. Zu diesem Ergebnis kommt die nach Angabe der Autoren weltweit erste Meta-Analyse von einschlägigen Beobachtungsstudien, die kürzlich veröffentlicht wurde.
Clostridium difficile ist heutzutage einer der häufigsten nosokomialen Erreger, kommt aber regelmäßig auch in der normalen Darmflora des Menschen vor. Einige Isolate jedoch können Toxine bilden und verursachen so symptomatische Infektionen.